| Katholische Laienbühne im evangelischen Gemeindehaus |
| Montag, den 14. November 2011 um 09:00 Uhr |
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Bereits im Sommer mussten die Mitgleider des Katholischen Laienbühne erfahren, dass ihre eigene Pfarrei künftig keinen Platz mehr für Sie hat. So zieht der Traditionsverein nun schweren Herzens nach 50 Jahren aus dem Vereinsheim aus und findet Zuflucht ausgerechnet bei der "Konkurrenz". Die Stadt Dillingen unterstützt den Verein in der Übergangszeit und stellt Räume zur Lagerung des umfangreiches Fundus und der Requisiten bereit.
Das Jugendheim stand schon länger zur Disposition, denn die Pfarrgemeinde hatte wohl kein Geld mehr dafür. Die Laienbühne schmiedete darauf hin mit anderen kulturtreibenden Vereinen und Gruppen den Plan, ein "Haus der Vereine" zu gründen und die Immobilie selbst anzumieten. Monatelang wurde am Konzept gefeilt, das letztendlich zwar schlüssig war, vom Pfarrgemeinderat jedoch eine Absage bekam. Das Objekt wurde schließlich an die Marienhaus GmbH verkauft, die dort eine Altentagespflege einrichten will. Damit hatte man sich seitens der Pfarrei zwar der finanziellen Lasten entledigt, aber den in den Vereinen engagierten Bürgern einen Bärendienst getan. Die Entscheidung fand in Dillingen recht wenig Verständnis, musste aber akzeptiert werden. Die Laienschauspieler, die davon direkt und hart betroffen sind, konnten druch schnelle Hilfe der Stadt für Aufführungen in das neu renovierte Gemeindehaus nach Diefflen ausweichen. Aber auch das ist nur eine Notlösung. Zwar recht süffisant, aber sehr anerkennenswert ist jedoch, dass ausgerechnet die Evangelische Gemeinde nun den Katholiken die nötigen Räume und Nutzungseiten zur Verfügung stellt, die zur Aufrechterhaltung des Vereins-, Proben- und Spielbetriebes erforderlich sind. So wurde seitens der Evangelischen Gemeinde in Dillingen ermöglicht, die regelmäßigen Proben im Evangelischen Gemeindehaus in der Nordallee durchzuführen. Hier kam man der Laienbühne sehr freundlich entgegen und ging flexibel und hilfsbereit auf deren Bedürfnisse ein. Weiterhin wurde signalisiert, dass man Vereinsarbeit dort willkommen heißt und nach gemeinsamen Gesprächen mit Vertretern der Evangelischen Gemeinde wurde deutlich, dass man auch gewillt ist, in Zukunft zumindest wesentliche Punkte des Konzepts der Laienbühne umzusetzen. |




