| DJK Dillingen - Fußballer oder Gauklertruppe? |
| Freitag, den 25. März 2011 um 09:00 Uhr |
Im Karneval geht es manchmal schon ziemlich verrückt zu. Das ist ja auch der tiefere Sinn der fünften Jahreszeit. Und wie es sich für die Narretei gehört, ist immer auch ein Funken Wahrheit an dem, was die Faaseboozen so darstellen und proklamieren. So offen man dem närrischen Treiben gegenüberstehen mag, so nachdenklich stimmte allerdings das, was die Dillinger DJK in diesem Jahr während des Umzuges zum Besten gab. Und etwas Wahrheit war diesmal wohl auch dabei. Aber dazu später.Zuerst gelang der DJK das, was ihr auch im realen Leben des Öfteren zu gelingen scheint, nämlich die anderen örtlichen Fußballvereine kräftig zu verärgern. War es einfach nur unüberlegtes Handeln oder Dummheit, dass man sich auf einem großen Plakat an der Front des Umzugswagens selbst als "Bestseller", die drei anderen Vereine jedoch als "Ladenhüter", "Auslaufmodell" und "Schlussverkauf" tituliert? War das der offene Ausbruch lange bekannter Animositäten? Da beschwert sich die DJK diese Woche in einer Zeitung darüber, dass man ihr am Ende des Zuges den Wagen demoliert habe. Sorry, aber da haben sich wohl Fans und Spieler der beleidigten Vereine auf Ihre Weise revanchiert, was man ihnen angesichts des verbalen Fehlgriffs kaum verdenken kann. Allerdings haben zumindest einige Leute innerhalb der DJK den Mut gehabt, die Misstände in den eigenen Reihen öffentlich darzustellen. Jetzt kommen wir zur bereits eingangs erwähnten Wahrheit. Was man bisher nur hinter vorgehaltener Hand und leiser Stimme zu sagen wagte, konnte nun jedermann in Form einer Installation auf einem Handwagen bewundern. Das "DJK-Marionettentheater". ![]() Oben thront der "all(eigen?)mächtige" Kassierer der DJK und zieht die Fäden, an deren anderem Ende sich der restliche Vorstand und andere Funktionäre befinden. Hier war man nun wirklich erhlich und selbstkritisch. Dies kann die Redaktion des "3eck" aus eigner Erfahrung nur unterstreichen. Nicht beantwortet ist bisher allerdings die Frage, ob die DJK-ler aus allem irgendwelche Lehren gezogen haben und Konsequenzen folgen lassen. Ich denke nein. Sie werden wohl weiterhin so überheblich gegenüber anderen Vereinen auftreten, zumindest unter sich. Und sie werden es weiterhin widerspruchlos hinnehmen, dass eine Person so tut, als gehöre der Verein ihr alleine und mit dem Argument, sie tue doch alles nur für den Verein, kaum eine Gelegenheit auslässt, sich in den Vordergrund zu spielen, Gönner des Vereins nachhaltig zu verprellen und auch mal ziemlich dummes Zeug zu reden. Vielleicht werden sich die anderen Vereine beim nächsten Umzug revanchieren, indem sie die DJK einmal heftig und deftig auf die Schippe nehmen. Ich würde es tun und herzhaft darüber lachen! Herzliche Grüße Tillo |


Im Karneval geht es manchmal schon ziemlich verrückt zu. Das ist ja auch der tiefere Sinn der fünften Jahreszeit. Und wie es sich für die Narretei gehört, ist immer auch ein Funken Wahrheit an dem, was die Faaseboozen so darstellen und proklamieren. So offen man dem närrischen Treiben gegenüberstehen mag, so nachdenklich stimmte allerdings das, was die Dillinger DJK in diesem Jahr während des Umzuges zum Besten gab. Und etwas Wahrheit war diesmal wohl auch dabei. Aber dazu später.

